black blue and yellow textile

Pädagogisches Konzept

Stand 2024

Pädagogisches Konzept – Polten Wanderwelten – Stand 29.09.2024

1. Einführung
2. Zielgruppen und Ziele der Bildungsangebote
3. Planung der Bildungsangebote
4. Inhalte der Bildungsangebote
5. Nachhaltigkeit der Bildungsangebote
6. Veranstaltungsformen
7. Kompetenzen und Methoden
8. Werteverständnis
9. Evaluation
1 Einführung

Im 20. Jh. veränderte der Mensch das Landschaftsbild nachhaltig. In wenigen Jahrzehnten entstanden über 100.000 Altablagerungen und Altlasten durch Abfälle in BRD und DDR bis in die Mitte der 1990er Jahre. Mit der einsetzenden Gesetzgebung zu Kreislaufwirtschaft und Emissionsrückgang bildete sich dann über die Jahrtausendwende hinweg eine Diskrepanz zwischen Umweltwahrnehmung und Umweltrealität, die seit den sozialen Medien ab 2010 zunahm. In der heutigen BRD nimmt man Probleme des Abfalls oft als ausländisches und auch globales Thema wahr. Die hierzulande liegenden alten Abfalllagerungen, an denen sich mitunter seit Jahrzehnten wenig verändert hat, und die teilweise unabgedeckt und in Naturschutzgebieten zu Tage liegen, sind aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Polten Wanderwelten ist Alleinanbieter bei der Vermittlung von Wissen um Altlasten und Altablagerungen. Die angewandte Pädagogik fußt auf einem Selbstverständnis, den abwechslungsreichen und authentischen Planungen und Durchführungen der Veranstaltungen und auf dem pädagogischen Konzept. Teilnehmenden werden in der Welt der Altlasten zahllose unbekannte und ambivalent erfahrene Zustände nahegebracht. Sie werden in den zu erlernenden Beschreibungsvorgängen und Lösungsversuchen gemäß „Beutelsbacher Konsens“ unterstützt. Durch Kooperationen und Evaluationen werden stetig Impulse für Entwicklungen aufgegriffen, die in die Weiterentwicklung der Vermittlungsformate und des Angebotes fließen.

2 Ziele der Bildungsangebote und Zielgruppen

Zentrale Ziele der Bildungsarbeit sind: die (1) Bewusstmachung der Wahrnehmungs- und Referenzrahmen der Teilnehmenden bezüglich Umweltphänomenen und Umweltwissen, das Erwerben von (2) Wissen um Altablagerungen und Altlasten sowie zur Geschichte und Aktualität der regionalen und internationalen Transportwege von Abfällen, und die (3) nachhaltige Wirkung dieses Wissens in Form der Beeinflussung von Alltagshandlungen (→Absatz Nachhaltigkeit). (4) Die TN wenden viele Kompetenzen an, vermitteln diese untereinander, erlernen neue, und wenden sie interaktiv und kooperativ an (→Methoden und Kompetenzen). Die TN werden angeregt, Wissen und Kompetenzen in ihrem Leben so anzuwenden, dass sie neue Lebenssichtweisen erhalten, diese anwenden und so ihren Horizont erweitern (→Werte). In den Formaten für jüngere Teilnehmer und Schulen werden Anforderungen des Thüringer Lehrplans in Zusammenarbeit und Rücksprache mit den Lehrerinnen und Lehrern berücksichtigt und eingearbeitet. Die Bildungsarbeit richtet sich an alle Altersgruppen und soziale Vergemeinschaftungsformen. Es existieren Indoor- und Outdoor-Vermittlungsformate für Schulen, Kindergärten, altersgemischte Bevölkerung und Institutionen mit Erwachsenen.

3 Planung der Bildungsangebote

Die Bildungsangebote entstehen aus der Berücksichtigung mehrerer Faktoren: (1) Polten Wanderwelten führt nur Veranstaltungen durch, wenn verschiedene erprobte Vermittlungsmethoden angewendet werden können. Es wird Wert darauf gelegt, immer neue Methoden zu erproben und zu erlernen. (2) Polten Wanderwelten hat den Anspruch, auch bei fehlenden Honorarmöglichkeiten Wissen an Gruppen & Institutionen zu vermitteln. Im Normalfall stehen verschiedene Fördermittelgeber zur Förderung von Honoraren zur Verfügung. (3) Im Zuge der Veranstaltung werden die Teilnehmenden auf authentischen Erkenntniswegen entlanggeführt, die vom Autor selbst als am einprägsamsten und spannendsten erfahren wurden. (4) Es wird auf die Vermittlung der aktuellen Forschungsstände aus Natur-, Sozial- und Geschichtswissenschaften Wert gelegt. (5) Auf die Förderung der Wahrnehmungs-, Beschreibungs- und Handlungsmöglichkeiten wird besonderer Wert gelegt. (6) Die Veranstaltungen werden individuell angepasst aufgebaut und bestehen aus teilstandardisierten erprobten Elementen. (7) Es wird Wert auf die Erfahrung von authentischen Spannungsbögen und Ambivalenzen gelegt, die in der Beschäftigung mit der Thematik entstehen. (8) Auf allen Stufen der Beschäftigung werden verschiedene Bildungskompetenzen vermittelt. (10) Der Umfang und die Sprache der Inhalte der Veranstaltungen werden an Alter, Schulstand, Herkunft und Sprachgebrauch angepasst. Details und Beispiele sind bei →Methoden und Kompetenzen erläutert.

4 Inhalte der Bildungsangebote

Die Teilnehmenden erlernen, wie Vorstellungen über Natur, Naturschutz und Identität entstehen und aufgebaut sind, was ihre Wahrnehmungs- und Referenzrahmen sind und wie sie funktionieren und wie ein Naturraum einer Stadt in der Realität aufgebaut ist. Dabei lernen sie Altablagerungen, Altlasten, typisierte Naturbilder, die Zusammengehörigkeit von Natur und Identität in der Psyche, die lokalen und internationalen Abfallphänomene, sowie Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Abfällen kennen. Dabei sind die TN starken Ambivalenzen und Spannungsbögen ausgesetzt. Diese entstehen, weil (unbekannte) große Deponien und Müllkippen in der Umwelt und in NSG vorhanden sind, die dicht mit Flora & Fauna besetzt sind. Dazu kommt der globale Abfallhandel. Den TN werden verschiedenste ansprechende und spannende Zugangsmöglichkeiten geboten, die Erlebnisse und Ergebnisse können auf verschiedene Weise dokumentiert, archiviert oder zur Präsentation vorbereitet werden. In der Vermittlung von Wissen zu Altlasten und Altablagerungen für Schulen, Vorschulkinder und altersgemischte Gruppen ist Polten Wanderwelten in Thüringen der einzige Anbieter. Die Vermittlung basiert auf der Erfahrung einer über zehnjährigen Arbeit in Bildungseinrichtungen und als Wanderführer, mehreren Weiterbildungen in Kommunikation, Pädagogik und Demokratievermittlung sowie anderer kulturwissenschaftlicher Forschung von Dr. Lars Polten. Die Veranstaltungsformate werden seit vielen Jahren stetig angepasst und auf neue Gruppen und Modi ausgerichtet.

5 Nachhaltigkeit der Bildungsangebote

“Nachhaltigkeit” wird in drei Sichtweisen berücksichtigt: Erstens haben die Vermittlungsformen der Veranstaltungen eine nachhaltige Wirkung auf die Teilnehmenden hinsichtlich des Zunehmens an Gesundheit, Wissen, Können und Schaffensfreude. Zum Zweiten ist ein bestimmter Aspekt von nachhaltiger Wirkung im Fokus, und zwar der der Auswirkungen von Umweltwissen auf das Handeln. Durch die Teilnahme verändert sich das Umweltwissen und die Wahrnehmung von Naturräumen und Abfällen, und damit auch die Art der nachhaltigen Wirkung, bzw. auch die Wirkung einer Handlung für die TN. Deswegen ist die Mitgabe von Handlungshilfen wichtig. Zum Dritten werden Inhalte und Vermittlungsformen evaluiert und angepasst. Die TN lernen die Wirkungen von Altablagerungen in Natur, Gesellschaft und Identität kennen. Das

Kennenlernen der Verflechtungen zwischen dem subjektiven lokalen Erleben und den globalen Auswirkungen verursacht unangenehme Gefühle und Spannungsbögen, die zum einen ausreichend nötig erlebt und verarbeitet werden sollen, und zum zweiten aber auch gelöst werden müssen. Daher werden Möglichkeiten für Handlungen im Alltag vermittelt, selbst produzierte Abfälle reduzieren zu können: verpackungsarmes oder unverpacktes Einkaufen, Besonderheiten bei Mülltrennung, Möglichkeiten des Gebrauchtkaufs, Diskussionen über Stand der Mülltrennung an Schulen, Diskurse zu Mäßigung und Gewohnheit, kleine Schritte und tägliche Angewöhnung von Umsetzungen u.a. Bei Schulexkursionen werden bspw. attraktive Unverpacktlebensmittel ins Picknick integriert oder Verpackungshaufen verschiedener Lebensmittel verglichen. Wir verfolgen seit 2014 folgende Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Agenda 2030: Gesundheit & Wohlergehen (SDG 3): Mittelpunkt vieler Veranstaltungen ist die Exkursion zu Fuß. Die gehende Bewegung fördert das physische und psychische Wohlbefinden, beugt zahlreichen Krankheiten vor und fehlt in der heutigen Gesellschaft in gravierendem Umfang. Aus Bewegungsmangel entstehende Herz- Kreislauferkrankungen gehören zu der Gruppe der häufigsten Krankheiten und sind unter den häufigsten Sterbeursachen technisch moderner Gesellschaften. Hochwertige Bildung (SDG 4): Den Teilnehmenden werden die Inhalte und die Sprache je nach Altersgruppe, Herkunft, Bildungsanspruch, Lehrplaninhalt oder Wunsch vermittelt. Jugendliche und Kinder sind in verschiedenen Tätigkeiten bzw. Rollen mit wechselnden Inhalten tätig, sie werden zu interdisziplinären Denken angehalten, produzieren Dokumentationen und Präsentationen, erlernen Fähigkeiten in der Verwendung von Geländemodellen, Luftbildaus-wertung, Naturbewertung, Bodenbegutachtung, Medien- und Aktenauswertung und der Bewertung hinsichtlich gesellschaftlichen und geografischen Entwicklungen und Phänomenen. Auf Indoor-veranstaltungen wird Wert auf eine interaktive Veranstaltung und Teilhabe der Teilnehmenden gelegt. Nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11): Die Teilnehmenden als Mitglieder einer Kommune/ sozialen Gruppe werden zu Botschaftern und Wissensträgern, die in anderen sozialen Vergemeinschaftungen auf Umweltphänomene und ihre Handhabung aufmerksam machen. Sie können profunde und authentisch erlebte Bildungsinhalte weitergeben. Nachhaltige(r) Konsum und Produktion (SDG 12): Es wird deutlich, dass politische Teilhabe und Teilnahme im Bereich der Abfallentstehung und -verwertung zur nachhaltigen Entwicklung führen. Aufgrund der authen-tischen Erlebnisse erhalten die Teilnehmer:innen eindrücklich vor Augen geführt, dass ein möglichst verpackungsarmer Konsum, ein aufmerksames Recycling und eine fortwährende Fokussierung und Aktualisierung auf das Thema notwendig sind. Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13): Lokales Engagement über alltägliche Handlung und politische Teilnahme zu entwickeln und anzupassen ist ein Schlüssel zum Umgang mit Klimawandel. Dabei ist wichtig, die Wissens-grundlagen zu aktualisieren, um die vergangene und künftige Entwicklung von Gesellschaften hinsichtlich ihres Umweltfußabdrucks zu verstehen. Durch ein ausreichendes Verständnis der individuellen und lokalen Zusammenhänge wird die Wichtigkeit internationaler Beziehungen und Verpflichtungen deutlich gemacht.

6 Veranstaltungsformen

Im Sommer 2024 existieren mehrere Veranstaltungsformen, in denen umweltpädagogische Inhalte vermittelt werden. Die Anpassung der Formate ist ein wesentlicher Punkt der pädagogischen Arbeit. 1. Exkursionen mit örtlichen Bezugsrahmen, altersübergreifend, Dauer 2-6 Stunden. 2. Veranstaltung "Expedition Altlast" für Schülerinnen & Schüler ab 8. Klasse bis Abitur, mit Exkursion, Dauer ab 4 Stunden bis eine Woche. 3. Veranstaltungen an Grundschulen und Kindertagesstätten mit dem Titel "Bodenschutz im Kindesalter lernen", ohne Exkursion, Dauer 1,5 bis 2 Stunden. 4. Informationsvideos auf Youtube, TikTok; Informationen in sozialen Medien (LinkedIn, Facebook, X / Twitter).  Auf dem Youtube-Kanal “Lars Polten” werden seit 2019/2020 Informationsvideos gezeigt. Es stehen auf Youtube die Playlisten “Umweltpädagogik”, “Lidar-Geländemodelle” und “Naturimpressionen” zur Verfügung, in der Erstgenannten werden Umweltinformationen über Altablagerungen und Altlasten die Stadt Jena betreffend verständlich dargestellt. Seit dem Erstellen bis zum April 2024 wurden hier 19 Videos mit über 200 Minuten Lauflänge erstellt, diese wurden über 27.000 Mal angeklickt mit über 1.200 Stunden Wiedergabezeit. 5. Dokumentations- und Informationsseite: www.natur-wildnis-altlast-jena.de. Die Internetpräsentation wurde zur Dokumentation und Präsentation der Umweltphänomene in der Zeit der Corona-Pandemie erstellt. Auf ihr sind ca. 1000 Bilder und Infofilme zu Altablagerungen und Altlasten im Bereich der Stadt Jena zu sehen.

6 Kompetenzen und Methoden

Die Teilnehmenden besitzen von Natur aus zahlreiche Kompetenzen und i.d.R. Freude, ihren Interessen nachzugehen und dabei auch unbewusst Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zur Orientierung und Beschreibung der Entwicklung von Kompetenzen dienen das Gestaltungskompetenzmodell von G. de Haan sowie das des Lernbereichs der globalen Entwicklung. Ersteres deckt sich aus unserer Sicht gut mit jenen Kompetenzfortschritten, wie sie – bildlich gesprochen – auf Wanderungen oder im Aufwachsen erfahrbar sind: Dem Kennenlernen des ‘Ichs’ folgt das Kennenlernen des ‘Uns’, und dann der ‘Welt’. Auf allen Stufen werden notwendige Kompetenzen, Mittel und Wissen erworben, um alle neue Teile zum Wohle des Gesamten zu gestalten und einzusetzen. Das ist natürlich nur eine Sichtweise der Anordnung dieser Kompetenzen, auch  wirkt die Darstellung als ‚Dreischritt‘ gut verständlich. Das Kompetenzmodell der globalen Entwicklung eignet sich gut, weil es die Kompetenzen nach der Erkenntnisreihenfolge ‘Erkennen-Bewerten-Handeln’ sortiert. Um die Fähigkeit des Beschreibenkönnens zu betonen, wird die kulturwissenschaftliche Herangehensweise des "Beobachten-Beschreiben-Interpretieren" angewendet. Somit gibt es ausreichend Beschreibungsmöglichkeiten, welche Kompetenzen die TN erwerben oder vergrößern können. Zur Veranschaulichung der Verknüpfung von Methode und Kompetenzentwicklung wird hier das Rollenspiel aus der „Expedition Altlast“ für Schülerinnen und Schüler der 7.-12. Klasse vorgestellt. Eine vollständige Übersicht zu Methoden und Kompetenzen der Veranstaltungstypen zeigen deren ZIM-Tabellen. In der “Expedition Altlast” schlüpfen die TN in Rollen und können Bodengutachter, Interviewer, Arbeitsschutzbeauftragte, Fotograf, Kamerafrau, Tontechniker, Strahlenschutzbeauf-tragte, Coach, Influencerin oder anderes werden. Die Teilnehmer erhalten Material (Arbeitsklei-dung, Kameras und Fotoapparate mit Stativen, Ordner mit Aktenauszügen, Luftbilder, Karten, Tablets/Laptops mit Geländemodellen, Geiger-Müller-Zähler, Funksprechgeräte u.a.m.) und eine Rollenbeschreibung, die ihnen einen Rahmen gibt, was sie „spielen“, arbeiten und anfertigen. Die Vielfalt bietet eine hohe Motivation, weil sich die TN ihre Tätigkeit aussuchen können – Sie wählen also aus der freudvollen Anwendung bereits bewährter Lieblingskompetenzen oder haben Lust, neue Fähigkeiten auszuprobieren oder auszutesten. Gleichzeitig bieten die meisten Rollen verschiedene Einstiegsstufen bzw. Schwierigkeitsgrade, können angepasst werden oder auslaufen, und werden im Verlauf der Veranstaltungen immer professioneller. Die Auswahl der Rollen in einer Gruppe und das spätere Zusammenspiel aller Beteiligten fördern Sozialkompetenzen wie Partizipation, Kooperation, Entscheidungsfindung. In der Tätigkeit kommen sie zur Handhabung von Medien, Texten, Symbolen, Informationen und Technologien (Sach- und Medienkompetenzen). Durch die Anforderungen an die „Journalisten“, „Kamerateams“ und „Archivmitarbeiter“ kommen verschiedene Perspektiven, Voraussicht und Planung, interdisziplinäre Zusammenhänge und der Umgang mit komplexen Informationen. Durch Rollenvorgabe werden internationale Perspektiven und globale Abfallkreisläufe moderiert eingebracht und damit die ethischen Fragestellungen in große Bögen gespannt – Aus diesem Spannungsfeld, dass vom regionalen Vergessen der Altablagerungen bis in internationale Abfallkreisläufe reicht, lassen sich in Gruppen- und Einzelgesprächen viele weitere Kompetenzen fokussieren: das Erkennen der Wichtigkeit des Handelns Einzelner und gleichzeitig auch von Gruppen, Empathie und Solidarität für Menschen in anderen Ländern, das Verstehen von internationaler Gerechtigkeit, und das Aufbauen und Verfestigen von moralischen Leitbildern. Unterstützt wird dieser Prozess durch Abstimmung mit Lehrkräften und Lernzielen der Einrichtungen der TN, der Vorstellung unverpackter Lebensmittel oder einfachster Alltags-Handgriffe zur Müllvermeidung. eim Rollenspiel werden schon einige Methoden eingebaut: Interview, Fotografie, Filmen,  Audioaufnahme, Recherche, Gruppen- und Einzelgespräche, Exkursion, Wanderung bzw. Spaziergang, Vortrag. Des Weiteren werden in Veranstaltungen auch Zeichnen und Placemat, Gruppen- und Einzelrecherche, gemeinsames Filmeschauen, sowie Erstellung von Präsentationen, Filmen, Plakaten und anderes mehr angewendet. Bei SuS werden Lehrplananforderungen von Geografie, Ethik, Geschichte oder Biologie durch Zusammenarbeit und Rücksprache mit Lehrerinnen und Lehrern berücksichtigt und eingearbeitet.

7 Werteverständnis

Polten Wanderwelten vermittelt die Erfahrung, über den persönlichen Horizont zu gehen, um aus eigener Kraft Widerstände und Ambivalenzen im Erwerb von Fähigkeiten erkennen und handhaben zu können. Aus der Erfahrung von über 20 Jahren kulturwissenschaftlicher Feldforschung zu Biografien, Opfergruppen, Gesellschaftsformen usw. sowie aus der eigenen beruflichen Wegsuche (drei abgeschlossene und teils weiterqualifizierte Berufsausbildungen) leiten wir uns ab, alle Formen menschlichen Lebens, Wirkens und Entscheidens zu schätzen, zu akzeptieren und weiter verstehen zu lernen. Wir leben ein wertschätzendes, zuverlässiges und ehrliches Miteinander, gewaltfreie Kommunikation und agieren in professionellen Netzwerken. Dieser Wunsch und Anspruch kommt u.a. aus der Erfahrung der Arbeit an allen Schulformen, Horten und  Altersklassen seit 2015 in Thüringen.

8 Evaluation

In Kooperation mit der Universität Magdeburg wurden 2023 Evaluationsbögen erarbeitet, die den Erfahrungszugewinn der Teilnehmenden messen, mit je einem Bogen vor und  nach der Veranstaltung. Die Daten werden zur Zeit (04-2023) noch gesammelt. Seit März 2024 sind weitere Evaluationsbögen im Frühjahr 2024, die aus nur einem Bogen nach Veranstaltungsende bestehen. Eine Selbstevaluation in Form von verschriftlichten Notizen und Fotografien besteht seit 2014, in Form von Dokumentationsbögen seit März 2024.

Dr. Lars Polten / Feldstr. 12 / 07749 Jena info@polten-wanderwelten.de 0176 - 976 48 239