Müllkippen/Alt-Deponien bei Coppanz

Was wie eine Wiese aussieht, ist eigentlich eine Müllkippe unter einer Abdeckung aus Erde. Denn geht man an den Rand der Kippe, so findet man diesen unabgedeckt vor, und der Abfall steht zu Tage. Die Details zeigen Abfälle aus Alltag, Grobmüll sowie Abfall von Gewerbe und vermutlich auch Militär.

Auch das Digitale Geländemodell zeigt die Auffüllung und Hintergründe, warum es dort stattfand. Denn der Bereich nördlich der Auffüllung zeigt das ursprüngliche Gelände: es war ein Steinbruch, der zum Deponieort wurde. Ebenfalls auf hitorischen Luftbildern sind die Einfüllvorgänge als auch der alte Abbauort zu sehen.

Rechtlicher Hinweis: Aufgrund des ThürUIG kann die Lage und das Flurstück der Kippe nicht genannt werden, da sonst geschützte private oder öffentliche Belange betroffen sind. Gleichermaßen ist aber davon auszugehen, dass Stoffe aus der Kippe in die Umwelt gekommen sind, wie man offenkundig sehen kann. Und es ist anzunehmen, dass ein öffentliches Interesse besteht, zu wissen, dass dort eine alte Müllkippe in der Landschaft liegt und dies nicht als öffentliches Wissen vorhanden ist. In diesen Fällen wären die Umweltinformationen veröffentlichbar. Dies zu entscheiden, ist aber an dieser Stelle nicht gegeben.

Blick auf die Wiese, die auf der Abdeckung entstanden ist und auf den Rand, der nicht abgedeckt wurde. Je länger man den Boden betrachtet, um so mehr Abfall fällt auf. Auch auf dem Boden des Steinbruchs finden sich die beim Abkippen reingerollten Einzelgegenstände.

Vom Waldweg oder dem Weg über die Wiese aus sieht ein Laie keine Abfälle, auch nicht die künstliche Formung der Oberfläche; die Kanten werden als natürlich angesehen. Am Haldenfuß sind dann einzele Relikte, die durch die Abdeckung nicht erfasst wurden oder die im Nachhinein noch aus Gewohnheit dort entsorgt wurden.

Historische Luftbilder (nutzbare öffentl. Lizenzen) zeigen den Steinbruch in den 1940er Jahren während der Nutzung und die Einfüllung 1982 und 1987, in diesen Jahren nimmt die abgelagerte Menge zu. Es zeigen sich die genutzten Fahrspuren: einmal aus Richtung des Ortes Coppanz, andermal aus dem Wald heraus. Der Anfahrtweg an den Steinbruch verlegt sich in diesen und den Vorjahren weiter nach Westen und weist gegenüber 1945 eine Verlagerung auf. Die Geländemodelle zeigen die Ablagerungsausformung, einmal als ca. 90 Meter kreisförmige, das andere als ca. 100 Mater lange Befüllung des beginnenden Tales in zwei Ablagerunghorizonten bzw. Schichten. Die Reifenrelikte liegen am weiter östlichen Kippenkörper. Die Kippen wurden eingezäunt, vermutlich in den 1990er Jahren nach Ende der wilden Ablagerung des Abfalls in der Landschaft.